Neue AZAV-zertifizierte Weiterbildung für internationale Auszubildende in der Pflege

Bis zu 16 Wochen vor Ausbildungsbeginn starten – fachlich, sprachlich und organisatorisch vorbereitet.
Der Fachkräftemangel in der Pflege ist längst kein Zukunftsszenario mehr – er ist Realität. Immer mehr Einrichtungen setzen auf internationale Nachwuchskräfte, um offene Ausbildungsplätze zu besetzen und die Versorgung langfristig zu sichern. Doch der Weg vom Visum zum erfolgreichen Ausbildungsstart ist oft holpriger, als er sein müsste. Genau hier setzt unsere neue Maßnahme an.
Das Problem: Ankommen unter Zeitdruck
Die Ausgangslage kennen viele Arbeitgeber und Pflegeschulen nur zu gut: Internationale Auszubildende erhalten ihr Visum häufig erst kurz vor Ausbildungsbeginn – teilweise sogar erst am Vortag. Eine echte Vorbereitung auf die Ausbildung, das Arbeitsumfeld und den Alltag in Deutschland? Praktisch unmöglich unter diesen Bedingungen.
Die Folgen sind spürbar: längere Einarbeitungszeiten, ein erhöhter Betreuungsaufwand in den ersten Wochen und nicht selten Unsicherheiten auf beiden Seiten – bei den Auszubildenden ebenso wie bei den begleitenden Teams. Für Einrichtungen bedeutet das zusätzlichen organisatorischen Aufwand in einer Phase, in der die Ressourcen ohnehin knapp sind.
Unsere Lösung: 16 Wochen gezielte Vorbereitung vor dem Ausbildungsstart
Mit unserer neuen, AZAV-zertifizierten Weiterbildung ermöglichen wir internationalen Auszubildenden die Einreise bis zu 16 Wochen vor Ausbildungsbeginn. In dieser Zeit durchlaufen sie ein strukturiertes Programm, das sie fachlich, sprachlich und organisatorisch auf die generalistische Pflegeausbildung in Deutschland vorbereitet.
Die Maßnahme ist vollständig förderfähig. Die Entgeltkosten werden anteilig – in der Regel zu etwa 50 Prozent – übernommen. Für Einrichtungen entsteht dadurch kein zusätzlicher finanzieller Mehraufwand, während die Auszubildenden deutlich besser vorbereitet in die Ausbildung starten.
Was die Weiterbildung umfasst
Das Programm ist modular aufgebaut und deckt alle Bereiche ab, die für einen erfolgreichen Ausbildungsstart entscheidend sind:
Pflegerische Handlungskompetenz (150 UE) – Grundlagen pflegerischen Handelns, um von Beginn an sicher im klinischen Alltag agieren zu können.
Fachkommunikation und Dokumentation (150 UE) – Fachsprachliche Fähigkeiten auf B2+-Niveau, abgestimmt auf die Anforderungen in der Pflegepraxis und der schriftlichen Dokumentation.
Berufsrolle und Arbeitsorganisation (80 UE) – Verständnis für die Strukturen des deutschen Gesundheitswesens, die eigene Berufsrolle und die Organisation im Arbeitsalltag.
Interkulturelle Kompetenz im Pflegeumfeld (50 UE) – Sensibilisierung für kulturelle Unterschiede in der Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen sowie in der Patientenversorgung.
Lernmethodik und Selbstmanagement (50 UE) – Strategien für selbstständiges Lernen innerhalb der generalistischen Pflegeausbildung.
Betriebliche Lernphase – Hospitation (160 Stunden) – Praktischer Transfer in die Praxis: Anwendung des Pflegeprozesses, Kommunikation im Team und erste Orientierung im Arbeitsumfeld.
Wie der Unterricht funktioniert
Die gesamte Weiterbildung umfasst 480 Unterrichtseinheiten (inklusive 100 UE Selbstlernzeit) über einen Zeitraum von 16 Wochen. Der Unterricht findet online und synchron über unseren IAG Digital-Campus statt, ergänzt durch KI-gestützte Selbstlerneinheiten, die ein individuelles Lerntempo ermöglichen.
Zusätzlich absolvieren die Teilnehmenden eine Hospitation im Partnerbetrieb, um das Gelernte direkt in der Praxis anzuwenden. Die Maßnahme schließt mit einem Kompetenzzertifikat gemäß § 81 SGB III ab.
Für wen ist die Maßnahme geeignet?
Die Weiterbildung richtet sich an internationale Personen, die ein Visum zur Pflegeausbildung in Deutschland besitzen, über ein Sprachniveau von mindestens B2 verfügen und bereits einen Ausbildungsvertrag im Gesundheitswesen sowie eine Schulplatzzusage haben.
Was Arbeitgeber und Pflegeschulen davon haben
Die Vorteile für Einrichtungen sind konkret und messbar: Durch die vorzeitige Einreise können Auszubildende sich in Ruhe einleben, bevor die Ausbildung beginnt. Die Lernqualität in der ersten Ausbildungsphase steigt deutlich, weil fachliche und sprachliche Grundlagen bereits gelegt sind. Teams werden bei der Eingewöhnung entlastet, die Integration verläuft schneller – und die Abbruchquote sinkt.
Gleichzeitig ist die Maßnahme vollständig förderfähig, sodass Einrichtungen finanziell profitieren, statt zusätzlich belastet zu werden.
Mehr Sicherheit. Mehr Erfolg. Mehr Zukunft.
Internationale Auszubildende bringen Motivation und Engagement mit – oft fehlt es jedoch an der richtigen Vorbereitung, um dieses Potenzial von Anfang an voll zu entfalten. Unsere neue Weiterbildung schließt genau diese Lücke: Sie schafft die Grundlage für einen sicheren Start in die generalistische Pflegeausbildung und legt den Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Zukunft in Deutschland.
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IAG – Internationale Akademie für Gesundheitsberufe Heesenstraße 70 · 40549 Düsseldorf E-Mail: kontakt@iag-akademie.com Web: www.iag-akademie.com